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Pressebericht Präventionsveranstaltung "Herausforderung Eltern-Sein"

Präventionsveranstaltung «Herausforderung Eltern-Sein»

Am Dienstagabend, 22. Januar 2019 fand im Schulhaus Buechen die Präventions-veranstaltung zum Thema Herausforderung Eltern sein statt. Die Elternberaterin und Erwachsenenbildnerin Barbara Frischknecht lieferte rund 43 interessierten Vätern und Müttern von Kindergartenkindern aus den Schulkreisen Staad, Altenrhein und Thal interessante Anregungen und Inputs, um ihre Erziehungskompetenz zu erweitern und sie in Erziehungsfragen zu unterstützen.

Im Rahmen des ersten Teils des Abends referierte Barbara Frischknecht über folgende drei Schwerpunktthemen in einer erfolgreichen Erziehung: In Beziehung sein als Schlüssel, Grenzen setzen als Chance und Eltern als Leuchttürme. Die Expertin klärte die Eltern zunächst darüber auf, dass die Kommunikation, also was Eltern zu ihren Kindern sagen, nur geringfügig zu einer erfolgreichen Erziehung beitrage, da es wenig nachhaltig sei. Einen viel grösseren Einfluss habe, was die Eltern ihren Kindern vorleben, wie die Eltern sich um ihre Kinder kümmern und ob sich die Kinder ernst genommen fühlen - "Beziehung kommt vor Erziehung", so Barbara Frischknecht. Entscheidend sei nämlich die Qualität der Beziehung, die Eltern zu ihren Kindern hätten.

Wie gelingt es also, als Eltern in eine gute Beziehung zu treten mit dem Kind? Kinder wollen sich von ihren Eltern geliebt und respektiert fühlen, Eltern sollen die Bedürfnisse ihrer Kinder kennen, sie ernst nehmen und auf ihre Kinder eingehen. Barbara Frischknecht zufolge basiert eine gute Beziehung auf zwei Säulen. Es bedarf einerseits klarer authentischer Führungskompetenz seitens der Eltern, denn Kinder benötigen unbedingt eine Anleitung von Erwachsenen. Eltern sollen ihren Kindern dabei ihre Erfahrungen, Überzeugungen, Wertvorstellungen und Haltungen weitergeben. Die zweite Säule der Beziehungsarbeit sei die Gleichwürdigkeit – Eltern sollen ihren Kindern auf gleicher Augenhöhe begegnen wie einem Erwachsenen, Gleichwürdigkeit sei dabei allerdings nicht zu verwechseln mit Gleichberechtigung. In diesem Zweisäulenprinzip sind Grenzen nämlich unbedingt notwendig, so die Expertin.

Barbara Frischknecht machte den Eltern Mut zum Nein sagen. Es heisst, Kinder suchen stets nach Grenzen - Diese Ansicht teile sie allerdings nicht ganz, erläuterte die Fachfrau. Die Kinder suchen nämlich den Kontakt. Spüren sie die Erziehenden nicht, testen sie die Grenzen aus – unter Umständen bis es laut wird, erst dann spüren die Kinder ihre Eltern. Sie führte weiter aus, dass es in der Erziehung nicht um Freundlichkeit gehe, sondern um Authentizität. Konflikte seien dabei gesund für die Entwicklung. Barbara Frischknecht zufolge müssen Eltern und Erziehende nicht perfekt sein, aber sie sollen wie Leuchttürme fungieren und die Gefahren anzeigen. Sie müssen ihren Kindern, die auf offener See unterwegs sind, deutliche Signale geben, verlässlich und klar sein, Orientierung bieten und respektvoll ihre Verantwortung ausfüllen.

Im zweiten Teil des Abends hatten die Eltern im Rahmen von Kleingruppen die Möglichkeit, sich entlang der Schwerpunkthemen auszutauschen, einen Transfer zu ihrem eigenen Alltag herzustellen und die eigenen Erfahrungen, Ängste und Sorgen miteinander zu teilen. „So schön, ich bin nicht allein,“ um nur eine der verschiedenen Erkenntnisse und Rückmeldungen aus diesem Austausch zu zitieren.

Das Feedback der Eltern war durchwegs positiv, wobei der Austausch und die Arbeit in den Gruppen besonders geschätzt wurde.

Elternliebe gilt als einmalig und unvergleichlich. Der Schriftsteller und Dichter Jean Paul hat einmal gesagt, mit einer Kindheit voller Liebe könne man ein halbes Leben lang in der kalten Welt auskommen.

Um mit den Worten von Barbara Frischknecht abzuschliessen; „Danke, dass Sie Eltern sind!“


Schulkreis Kindergarten, Schulkreis Altenrhein, Schulkreis Staad, Schulkreis Thal

Datum der Neuigkeit 1. Feb. 2019

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